Vortrag im Juni: Systemische Therapie & Diagnosen

Innerhalb unseres traditionellen Freundschaftstreffens wird Jürgen Hargens ein Vortrag und eine Lesung halten. Dazu möchten wir alle Interessierten herzlichst einladen.

Sprache (er-)schafft Wirklichkeit(en) ...?

... auch in der systemisch-lösungsorientierten Arbeit?

Bereits in der Bibel wird gesagt, dass es nichts Neues unter der Sonne gebe (Prediger). So kann es nicht verwundern, dass therapeutische Arbeit sich weiterhin selbstverständlich der Sprache bedient. Mir geht es nun überhaupt nicht darum, dieses altbekannte Wissen neu zu erfinden, sondern einer erneuten Betrachtung zu unterziehen, sozusagen wieder zu erforschen. Nicht umsonst heißt Forschung  im Englischen re-search.

Fachleute sind es gewohnt, ihre Sprache ganz selbstverständlich zu benutzen und gerade eine nochmalige Betrachtung solcher Selbstverständlichkeiten kann spannende und hilfreiche Möglichkeiten hervorbringen. Wieso heißt es etwa „klein beigeben“ und nicht „groß beigeben“? Und was unterscheidet „Therapie“ von „therapeutischer Arbeit“? Und welche weiteren Möglichkeiten können sich daraus ergeben, sprachliches Werkzeug nicht als selbstverständlich, sondern als un-selbstverständlich zu betrachten. Ist denn eine Diagnose etwas, was jemand bekommt oder etwas, was jemand hat oder etwas, was jemand ist?

Jürgen Hargens

Termin: 27.06.2019

Beginn: 16:00 Uhr mit einer anschließenden Lesung aus dem neuen Buch

"bedenkens-wert heiter; spielerisch ernst"

 

Anmeldeschluss: 01.06.2019