Workshop im Mai: Systemische Beratung in Krisensituationen

Systemische Beratung in Krisensituationen

Eine Krise ist eine Situation, die von mindestens einer Person als bedrohlich oder akut verhinderungsbedürftig erlebt wird und die nicht selten von tatsächlicher oder scheinbarer Orientierungslosigkeit und/oder Unsteuerbarkeit gekennzeichnet ist. Sie ist jedoch nicht statisch, sondern ein Prozess, der aus Handlungen und Kommunikation von Menschen und deren Wahrnehmung besteht. Wichtig ist hierbei, Krisen nicht nur als problematisch wahrzunehmen, sondern auch Wirkungszusammenhänge von Bewältigung und Nichtbewältigung sowie Kontexte von Krisen zu berücksichtigen. Krisen können sich auf der Ebene von Adressat*innen jeden Alters und in jedem sozialen Kontext zeigen, aber auch auf der Ebene von Helfersystemen. Bei Krisen sollten die Fachkräfte in der Begleitung und Beratung anfänglich durch eine angemessene Präsenz für eine Sicherzeit bietende emotionale Beruhigung und organisch-körperliche Entspannung sorgen. Erstarrte oder aufgelöste Adressat*innen in einer akuten Krise fühlen sich hilflos und nicht in der Lage, ihre sonst verfügbaren Stärken und Ressourcen zu nutzen.

In diesem Workshop nähern die Teilnehmenden sich über die Reflexion von Krisen als Bestandteil des Lebenszirkels und die Auseinandersetzung mit Regelungsstufen in sozialen Systemen einem systemischen Verständnis von Krisen. Zudem lernen sie unterschiedliche Methoden für die Krisenbegleitung kennen und probieren sie aus. Auch nutzen sie die Systematisierung von unterschiedlichen Krisentypen, um Menschen in Krisensituationen gezielt unterstützen zu können.

Dozentin: Judith Haase

Anmeldungen sind möglich, aber wir können erst einen Termin vergeben, sobald wir bezüglich der Bildungsangebote den offiziellen Start seitens der Landesregierung bestätigt haben.

Teilnahmegebühr: 120,00 Euro            Anmeldeschluss: