Workshop im März: Systemische Beratung im Mehrpersonensetting

Systemische Beratung in Mehrpersonensettings – Das Gestrüpp der Personen und Institutionen entwirren, klären und sortieren.

Fachkräfte in den unterschiedlichsten Handlungsfeldern der Sozialen Arbeit, der Beratung und der Therapie begegnen selten einer Familie, deren Erfahrung nicht durch Beziehungen zu helfenden Systemen beeinflusst wird. Die Metapher „zu viele Köche verderben den Brei“ beschreibt die dadurch entstehenden Kooperationsprobleme zwischen Institutionen und ihren Adressat*innen häufig ganz treffend. Trotzdem werden die interaktionellen Nebenwirkungen selten reflektiert, vielmehr handeln die Professionellen, als existierten Familien in einem Vakuum. Gerade systemische Perspektiven und Beratungsansätze bieten jedoch Möglichkeiten, über die Familienebene hinaus auch den größeren Kontext zu berücksichtigen. Erst dadurch kann es Fachkräften gelingen, die eigene Position zu bestimmen und von da aus eine Metaebene einzunehmen. Von dort aus werden das Erkennen von Wechselwirkungen im Gesamtsystem und das Selbstverstehen dynamischer Prozesse möglich. Dies öffnet auch den Blick auf die Themen und Konflikte im Hilfesystem, die oftmals durch die familiäre Geschichte, die Geschichte zwischen Familie und größeren Systemen und deren Dynamik angeregt und verstärkt werden.

In diesem Workshop verändern wir unseren Fokus von der Familie und dort angenommenen Problemen hin zu den oftmals ambivalenten Beziehungsgefügen, komplexen Interaktionen und manchmal widersprüchlichen Aufträgen innerhalb des Netzwerks. 

Arbeitsschwerpunkte

  • Kooperation im Netzwerk – Stolpersteine und Gelingensbedingungen
  • Beziehungen zwischen Familien- und Hilfesystemen klären
  • Chronologie Familiensystem – Hilfesystem

Dozentin: Judith Haase

Termin: Herbst 2019

Teilnahmegebühr: 100,00 Euro            Anmeldeschluss: 01.03.2019