Systemische Familientherapie

Die Familie ist das System, in dem zwischenmenschliche Beziehungen von allen Familienmitgliedern am intensivsten erlebt werden. Gerade aus diesem Grund ist es vor allem das Familiensystem, aus dem Probleme, Krisen, Konflikte, Zurückweisungen, Kränkungen und Verletzungen entstehen und intensiv auf die Personen einwirken können. Auf der anderen Seite gibt gerade ein gut funktionierendes Familiensystem die Möglichkeit und Ressourcen, die entstandenen Probleme aufzulösen und zu bewältigen.

Systemische Familientherapie ist dann hilfreich bei

  •  Krise in der Partnerschaft
  •  Erziehungsschwierigkeiten
  •  Trennung / Scheidung
  •  Kommunikation in der Familie
  •  Beziehungsgeflechte in der Familie
  •  Tod eines Familienmitgliedes
  •  Pupertät und Ablösung
  •  Stief- und Adoptionsfamilien

 und bei allen Problemen und Schwierigkeiten, von denen Kinder und Jugendliche in der Familie betroffen sind

  •  Schul- und Leistungsprobleme
  •  Angststörungen
  •  Essstörungen
  •  Hyperaktivität; Konzentrationsstörungen
  •  Unerwünschtes Sozialverhalten
  •  Einnässen und Einkoten
  •  Rückzug und depressive Verstimmungen
  •  Streit und Rivalität unter den Geschwistern
  •  Kriminelle Verhaltensmuster

Im Verlauf der Familientherapie geht es darum, so schnell wie möglich die Kommunikations- und Beziehungsmuster der Familie zu erfassen, die zur Aufrechterhaltung der Symptome und Probleme beitragen. Ziel ist es, vorhandene Ressourcen dafür zu nutzen um Lösungen für die Probleme zu finden.

Die systemische Familientherapie kann sich durchaus über mehrere Monate hinziehen, da die Zeitintervalle zwischen den Therapiesitzungen vergrößern, um den Familienmitgliedern die Möglichkeit zu Veränderungen zu geben. Die Gesamtzahl der Sitzungen beschränkt sich in der Regel auf 5 – 10 Termine von je 90 – 120 Minuten.