Unsere Haltung

Wenn der Mensch seine Umwelt in der Wahrnehmung selbst konstruiert, dann bedeutet das auch, dass Probleme und Ereignisse eigene Lebenswirklichkeiten sind. Ist der Mensch in der Lage, Probleme zu konstruieren, so ist er genauso gut in der Lage Lösungen zu konstruieren. In der systemischen Beratung konzentrieren wir uns daher auf die Fragen nach Ihrem Anliegen und Ihren Zielen. Wir möchten mit Ihnen gemeinsam eine neue Vorstellung entwickeln, wie das Leben ohne Probleme aussehen könnte, was sich dafür ändern müsste und welche Schritte dafür nötig sind.
Wir möchten Sie in der Supervision, Therapie und Beratung hier in Münster und im Umland dabei unterstützen, dass Sie ihre Autonomie ausweiten und stärken, sowie ihre Ressourcen nutzen und erweitern können. 

Unser Konzept

Ziel ist es, anhand der Anliegen unserer Kund*innen und Teilnehmer*innen veränderungsfähige Verhaltensweisen herauszuarbeiten und Raum für Lösungsmöglichkeiten zu eröffnen. Dabei werden die Sichtweisen aller am Problem Beteiligten und ihre wechselseitigen Beziehungen reflektiert.

Systemische Berater*innen werden von uns darin ausgebildet, sich im beruflichen Kontext zu professionalisieren um in unterschiedlichen Settings mit einer ganzen Familie, einem Paar, einer Teilfamilie, mit Einzelnen oder mit Gruppen systemisch beratend zu arbeiten.

Wir gehen davon aus, dass alle Systeme (Familie, Beruf, Freunde, Freizeit…) mit einander verbunden sind und dadurch wechselseitig wirken. So wird auch diese Weiterbildung in die Systeme des/der Teilnehmer*in hinein wirken und Veränderungen können dabei im persönlichen und beruflichen Bereich entstehen.

Wir fühlen uns verpflichtet, unsere Teilnehmer*innen darin zu unterstützen und zu fördern, sich den beruflichen Anforderungen und Herausforderungen mit den eigenen Kompetenzen und Ressourcen zu stellen, mit Krisensituationen gestärkt umgehen zu können und eigene Bewätigungs- und Handlungsstrategien für den beruflichen und privaten Kontext zu entwickeln.

Die Angebote unseres Institutes orientiert an der Teilhabe des gesellschaftlichen Kontextes, um unsere Kund*innen insbesondere beruflich zu stärken, in der Suche nach Arbeit oder Ausbildung zu unterstützen oder in der aktuellen Beschäftigung zu fördern, zu motivieren um nachhaltig zu stabilisieren.

Daher ist unser Leitziel immer in einem kooperativen und konstruktiven Dialog mit unseren Teilnehmer*innen zu sein.

 Weiterentwicklung

Kontinuierliche Weiterentwicklung des Angebotes

Unsere Lehrenden verfügen alle über einen adäquaten Berufsabschluss, um im Bereich der systemischen Weiterbildung eingesetzt zu werden. Die Qualifikations- und Kompetenzanforderungen werden regelmäßig überprüft und richten sich nach den Rahmenrichtlinien unseres Dachverbandes SG. 

 Wir arbeiten eng mit allen eingesetzten Lehrtherapeut*innen und Dozent*innen zusammen und befinden uns in einem kontinuierlichen inhaltlichen Austausch und Qualitätsentwicklungsprozess .

  •     Teilnahme an dem Qualitätszirkel der Institute (SG)
  •     Qualitätssicherung
  •     Eigene Professionalisierung
  •     Reflexion von Handlungs- und Entscheidungsstrukturen
  •     Erweiterung der eigenen Fähigkeiten und Kompetenzen durch        Selbstexploration
  •     Entwicklung von konstruktiven Kommunikationsformen
  •     Begleitung von Veränderungsprozessen
  •     Gegenseitige Beratungen und Supervisionen
  •     Gesellschaftspolitische Diskussionen und Anregungen
  •     Gemeinsame Klausurtag / Teamsitzungen
  •     Entwicklung gemeinsamer Angebote von Fortbildungen

Eine systematische Angebotsplanung und Ermittlung des Weiterbildungsbedarf durch Entwicklung neuer Curricula bzw. Veränderung bestehender Curricular.

Regelmäßige Überprüfung der Weiterbildungsprozesse zwischen den Lehrtherapeut*innen  z.B. anhand der Auswertungen der Teilnehmer*innen, Anregungen der Teilnehmer*innen werden im Lehrtherapeut*innen Team überprüft und ggf. nachgebessert. 

Unsere Leitsätze

  • Jeder Mensch ist ein soziales Wesen, mit einer eigenen Identität, welche am stärksten unser Handeln, Fühlen und Denken beeinflusst. Unsere Identität ist aus der familiären Herkunft, lebenslanger Erfahrung und unserem Kontext entstanden.
  • Jeder Mensch hat seine eigenen Kernkompetenzen, die neu aktiviert, weiter entwickelt und kontinuierlich ausgebaut werden können, um Probleme zu lösen.
  • Jeder Mensch hat persönliche Ziele, jeder weiß, wohin es gehen soll. Im Alltagstrott gehen diese Ziele schnell unter, sobald diese wieder bewusst gemacht werden, kann sich der Mensch wieder auf den Weg machen.
  • Jeder Mensch braucht gute Gründe für sein Tun. Jedes persönliche Motiv für unser Denken und Handeln ergeben einen Lebenssinn.
  • Jeder Mensch hat aus seinen eigenen Erfahrungen heraus Leitsätze für sein Leben entwickelt. Diese Grundprinzipien bestimmen unser Verhalten und unsere Konstruktion von der Wirklichkeit.
  • Jeder Mensch nutzt seinen sozialen Kontext, um die entwickelten Lebensstrategien auf Brauchbarkeit zu überprüfen.
  • Jeder Mensch ist prinzipiell autonom und nicht instruierbar. Unsere Entscheidungsstrukturen, unsere Spielregeln, unsere persönlichen Strategien sind Grundlagen für unser Handeln.

Systemische Therapie als Psychotherapieverfahren

  • Systemische Therapie ist ein wissenschaftlich anerkanntes und weltweit verbreitetes Psychotherapieverfahren
    Systemische Therapie ist ein wissenschaftlich anerkanntes psychotherapeutisches Verfahren, dessen Fokus auf dem sozialen Kontext psychischer Störung liegt. Sie ist ein Psychotherapieverfahren, das weltweit in der ambulanten und stationären Psychotherapie sowie in der Rehabilitation und in der Prävention zu dem am weitesten verbreiteten Behandlungsverfahren zählt. Sie ist allerdings in Deutschland noch kein sogenanntes Richtlinienverfahren und wird deshalb von den gesetzlichen Krankenversicherungen in der ambulanten Versorgung nicht bezahlt.
  • Systemische Therapie ist vom Wissenschaftlichen Beirat Psychotherapie als evidenzbasiert anerkannt
    Systemische Therapie wurde im Dezember 2008 vom Wissenschaftlichen Beirat Psychotherapie (WBP) aufgrund ihrer Evidenzbasierung als wissenschaftlich anerkanntes Psychotherapieverfahren sowohl für die Psychotherapie Erwachsener als auch für die Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie eingestuft.
  • Systemische Therapie bezieht Angehörige und weitere Personen in die Behandlung ein
    Systemische Therapie findet nicht nur als Einzeltherapie, sondern häufig als Mehrpersonentherapie statt, insbesondere bei Kindern und Jugendlichen, aber auch bei erwachsenen Patienten. Häufig werden Angehörige oder manchmal auch andere für den Patienten relevante soziale Akteure in die Behandlung eingezogen. Formen sind beispielsweise systemische Paar- oder Familientherapie, systemische Multifamilien-Gruppentherapie oder systemische Gruppentherapie. Der Einbezug von Angehörigen in medizinische und psychotherapeutische Maßnahmen erhöht deren Wirksamkeit empirisch messbar.
  • Sytemische Therapie wirkt schnell, weil sie auf Stärken, Lösungen und Ressourcen fokussiert
    Ziel Systemischer Therapie ist, Patienten dazu anzuregen und zu ermutigen, schnell wieder auf eigenen Füßen zu stehen und ihr Leben wieder selbst in die Hand zu nehmen. Deshalb legt Systemische Therapie von Anfang an, oft schon in der ersten Sitzung, besonderen Wert auf Empowerment, Ressourcenaktivierung und Lösungsfokussierung.

Stellungnahme DGSF und SG aus der Ausgabe "DGSF INTERN 2013", Seite 17

Unsere Haltung zu Familienaufstellungen nach Bert Hellinger:

In der letzten Zeit ist es vermehrt zu kontroversen Diskussionen in systemischen Fachkreisen gekommen, welche die Methode der Familienaufstellung nach Bert Hellinger kritisieren und ablehnen. Die beiden großen systemischen Dachverbände SG & DGSF, sowie unsere Kooperationspartner*innen des PPSB - Hamburg haben sich hierzu positioniert. Da sich unsere Haltung dazu uneingeschränkt widerspiegelt, möchten wir hiermit unsere Unterstützung anzeigen.

Weitere Infos dazu unter: