Ziel- & ressourcenorientierte Hilfeplanung

In der Entwicklung der ambulanten Hilfen zur Erziehung ist in den letzten Jahren eine deutliche Tendenz zu beobachten, Hilfeprozesse effektiver zu steuern, Aufträge kostengünstiger zu erledigen und die Wirksamkeit der Leistungen systematisch durch unterschiedliche Evaluationsverfahren zu überprüfen.

In der ziel- und ressourcenorientierten Vorgehensweise einer Hilfe zur Erziehung (§§ 27ff SGB VIII) steht die Familie im Zentrum der Betrachtung.

Am Bedarf der Familie ausgerichtet muss nun gemessen werden, ob die Hilfe sinnvoll eingesetzt und durchgeführt wurde. Mit sinnvoll ist gemeint, dass es Ziel einer Hilfe ist und darauf hingearbeitet wird, dass sich die fallzuständige Fachkraft in einem überschaubaren Zeitraum überflüssig macht, indem die persönlichen, materiellen und infrastrukturellen Ressourcen der Familie aufgedeckt, entwickelt und nutzbar gemacht werden unter dem Motto:

„Was müssen wir tun, damit Sie mich und ihre Probleme so schnell wie möglich wieder los sind?“

 Inhalte des Aufbaumodulsystems sind

  • Einführung in systemisches Handeln und Denken
  • Erarbeitung von Anliegen und Auftrag
  • Zielerarbeitung
  • Ressourcen & Ausnahmen
  • Systemische Methodenkoffer
  • Übungen / Fallberatungen
  • Unterschiedliche Beratungsmodelle
  • Risikoeinschätzung im Bereich der Kindeswohlgefährdung
  • Bei Bedarf: ziel- und ergebnisorientiertes Berichtswesen (Trägerberichte, Vorlagen für Fachgespräche und Protokolle, Abschlussberichte)
Start: nach Vereinbarung
Kosten: 1.800,00 Euro + 19% MwSt (pro 2 tägiges Modul)
Zugangsvorausetzungen
  • Zielgruppe der Fortbildung sind Fachkräfte und Führungskräfte aus Jugendämtern
  • Fachkräfte und Führungskräfte aus freien Trägern der Jugendhilfe
Umfang, Struktur & Inhalte
Modul Inhalte Methoden
1
  • Einführung systemisches Denken
  • Systemische Gesprächsführung
  • Zielerarbeitung im Hilfeplanverfahren
  • Anliegen - Auftragsklärung
  • Konstruktive Fragetechniken
2
  • Familie als System
  • Kooperative Zusammenarbeit mit Eltern
  • und Helfersystemen
  • Ressourcen erkunden und aktivieren
  • Familienskizze
  • Skalierungstechnik
3
  • Kooperative Zusammenarbeit mit Eltern im Zwangskontext
  • Indikatoren für Kindeswohlgefährdung
  • Falleinordnung
  • Anliegen - Auftragsklärung in Bezug
  • auf KWG
  • Netzwerkkarte
  • Systembrett
4
  • Zusammenarbeit mit psychisch, kranken 
  • Menschen
  • Einführung in die Störungsbilder
  • Ressourcen, Resilienzen und Risiken
  • Ressourcenkoffer
inkl. Supervision und Übung anhand konkreter Fälle
inkl. Beratungsmodelle üben anhand konkreter Fälle
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Die Module sind als Aufbaumodule zu verstehen. Das Modul 1 ist das Basismodul, alle anderen können nach Bedarf von der Abfolge gewechselt werden. Weitere Aufbaumodule siehe unter Inhouse - Schulungen "Kindeswohlgefährdung"